Was ist das Ziel der Ilham Tohti Initiative?

Die Ilham Tohti Initiative (ITI e.V.) ist ein Verein mit Sitz in Deutschland (85757 Karlsfeld, Fasanenstr. 79), benannt nach dem zu Unrecht inhaftierten uigurischen Wissenschaftler Prof. Ilham Tohti. Die ITI ist eine multinationale Organisation, die jeden willkommen heißt, unabhängig von Staats- und Volkszugehörigkeit oder religiöser Ausrichtung, der Prof. Ilham Tohtis Ideale und Visionen teilt. Ihr Ziel ist es, diese Ideen und Visionen zu fördern und in die Wirklichkeit umzusetzen.

Dies sind:

Freundschaft und Eintracht zwischen allen Völkern, die in der Volksrepublik China leben, insbesondere zwischen Uiguren und Han-Chinesen; ein friedliches Zusammenleben, das auf gegenseitigem Respekt und Gleich­berechtigung beruht. Die ITI möchte diese Ziele auf internationaler Ebene vorantreiben, um Freiheit, Gleichheit, Demokratie, Frieden und Stabilität unter den in China lebenden ethnischen Gruppen zu erreichen.

Um diese Ziele zu erreichen, wird die ITI:

internationale Seminare und Konferenzen abhalten, Statements abgeben, Broschüren und anderes Schriftmaterial veröffentlichen und mit verschiedenen internationalen Organisationen zusammenarbeiten, einschließlich demokratischer Regierungen, UN-Agenturen und Nichtregierungsorganisationen sowie nationaler und lokaler Parlamente und anderer Gremien.

Da in den westlichen Ländern wenig über die Uiguren und ihre Situation in Xinjiang bekannt ist, wird die ITI einerseits allgemeine Aufklärungsarbeit leisten, vor allem aber auf die chinesischen Repressionen gegen Uiguren und insbesondere auf den Fall von Prof. Ilham Tohti hinweisen. Denn er zeigt, dass das Regime in Peking nicht an einem friedlichen Miteinander von Han-Chinesen und Uiguren interessiert ist. Die ITI möchte weiterhin die Europäische Union dazu veranlassen, bei Verhandlungen mit China die Sache das Uiguren auf ihre Agenda zu stellen. So ließen sich möglicherweise Hafterleichterungen für Ilham Tohti oder seine Freilassung erreichen.

Wir werden versuchen, in Zusammenarbeit mit im Ausland lebenden demokratischen Han-Chinesen und Intellektuellen eine Brücke zwischen Han und Uiguren zu schlagen, so wie es Ilham Tohti versucht hat. Gemeinsam werden wir Informationsmaterial über ein Zusammenleben auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt und Vertrauen und herausbringen und sowohl im Ausland als auch zu Hause verbreiten. Wir möchten eine Diskussion und einen echten Dialog zwischen Han und Uiguren anstoßen, um sie auf eine Zeit nach der CCP vorzubereiten, denn sie sind es, die entscheiden müssen, wie ihre Zukunft und die ihrer Kinder aussehen soll.

Die ITI hat keine Autorität und kein Recht, im Namen des uigurischen Volkes oder für die Uiguren zu sprechen und möchte auch keinen Einfluss nehmen auf die Wahl einer politischen Form in einem nach-kommunistischen, demokratischen China. Darüber muss das uigurische Volk selbst entscheiden.

Wir sind jedoch überzeugt, dass Ilham Tohtis Weg ein realistischer Weg ist, um die gegenwärtigen Spannungen zwischen Han-Chinesen und Uiguren zu überwinden. Deshalb wird sich die ITI e.V. für die Verbreitung seiner Ideen und seine Nominierung für internationale Menschenrechtsauszeichnungen wie den Sakharov-Preis des Europäischen Parlaments, den Thorolf-Rafto-Gedenkpreis und den Friedensnobelpreis einsetzen. Bereits jetzt hat sie erreichen können, dass Ilham Tohti für den Sakharov-Preis 2016 nominiert wurde.

Enver Can, Vorsitzender der Ilham Tohti Initiative e.V

Fasanenstr. 79, 85757 Karlsfeld, Tel.: 081313797673 und 01738912048, Mail: enver.can@web.de

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